Bürgerbeteiligung 2.Runde

      düstere Aussichten

      Das angebliche Gewässerentwicklungskonzept wurde von den anwesenden Bürgern durchweg abgelehnt.
      Das bedeutet allerdings nicht, daß die Umsetzung nicht erfolgen wird.
      Die Parallelen zur Müggelspree sind unübersehbar. Das dort umgesetzte Vorgehen soll auf die Löcknitz kopiert werden.
      Der WLV soll mit der Umsetzung beauftragt werden, da es im Kern um die Unterlassung der Unterhaltung geht. Das ist für das LUGV ein kostenloser Weg auch dieses Gebiet zu entsiedeln.
      Das Gebiet ist mittlerweile wasserwirtschaftlich vollkommen vernachlässigt.
      Gewässerschauen nach § 111 BbgWG finden in rechtswidriger Weise nicht statt. Somit ist es nicht verwunderlich, daß alle anwesende Betroffene über zu hohe Grundwasserstände klagten.
      Das Konzept sieht aber noch weitere Wasserstandserhöhungen vor, nicht etwa Senkung.
      Dumme Verwaltung, unfähige Behörden?
      Mitnichten. Die Phenolbelastung der Löcknitz ist allseits bekannt. Die Sanierung allerdings teuer und nicht zum Nulltarif zu haben.
      dieses Problem wurde mal wieder elegant umschifft. Die chemischen Werte der Löcknitz wurden erst gar nicht erfasst. Dabei wäre auch gleich noch die enorm hohe Sulfatbelastung ans Licht gekonmmen.
      In kreativer Weise wird der gute Zustand der Löcknitz anhand von Zeigerarten bewertet. Bis diese in der Löcknitz gesichtet werden möchten die Planer am Oberlauf die Unterhaltung vernachlässigen und den Grundwasserspiegel an die Oberflächte treiben.
      Dieses wird den WLV vermutlich die nächsten hundert Jahre beschäftigen, da diese Zeigerarten vermutlich niemals einwandern und überleben können.

      Der Weg einer Zeigerart von der Mündung in richtung Quelle:
      - erst muß sich diese Lebensform durch das verockerte und sulfathaltige Wasser der Müggelspree, welches in den Dämeritzsee gelangt, kämpfen
      - dann geht es durch die Schlammbarriere vor der Löcknitzmündung
      - es folgt die Phenolblase im Flakenfließ
      - wer das überlebt kämpft weiter mit der hohen Sulfatbelastung der Löcknitz
      - wieviel Prozent das unbeschadet überleben ist eine spannende Frage.
      Dieser kritische und letzendlich giftige Teil wurde in der Betrachtung der Planer vollkommen ausgelassen, ebenso wie die sozioökonomische Betrachtung.
      Die Anwohner der Seenkette können sich schon jetz auf den Kampf um Badestellen und Stege einstellen.
      Wie solche Beseitigungsmaßnahmen umgesetzt werden, können die Betroffenen in Neu Zittau(Müggelspree) und auch am Schwielochsee erfragen.
      Eine Abkehr von diesen unmenschlichen Planungen wird nicht zu erwarten sein.