Öffentliches Interesse, ja oder nein

      Öffentliches Interesse, ja oder nein

      Hallo Interessierte, da lese ich heute in der MOZ einen Artikel zur Arbeit des WLV "Untere Spree". Da steht, dass die Schöpfwerke in der Müggelspreeniederung wieder aufgebaut werden könnten, die Unterhaltung aber Sache der Landwirtschaft, also der einzelnen Landwirte sei. In der Drucksache 5/6387 beantwortete die LReg im November vorigen Jahres auf eine Anfrage, dass diese im Bereich der Müggelspree gewesenen Anlagen aber zu 40 % im öffentlichen Interesse bestehen und nach wie vor deren Unterhaltung finanziert wird. Was stimmt denn nun? und Was ist mit öffentlichem Interesse gemeint, wenn nicht Hochwasserschutz? Vor allem, wer kann mich über die Finanzierung der Unterhaltung nicht bestehender Schöpfwerke aufklären. Wenn da gar keine mehr sind, wo bleibt dann die Kohle für den Unterhalt?

      ;) Weiter ergibt sich die Frage, warum können die Landwirte zwar die Schöpfwerke, nicht aber die Gräben unterhalten? Sonst würde ja der Bauer die Schöpfwerke in Ordnung halten, aber über versumpfte Gräben kommt kein Wasser, das er abschöpfen kann, zu seinem gepflegten Schöpfwerk. Der Verband kann die Gräben ja nicht alle unterhalten, weil er nicht ausreichend Geld dafür hat. Man befreit sie anteilig von den entsprechenden Steuern und läßt die Grabenpflege in Eigenregie. Die Verbände unterhalten nur Gräben und Anlagen im öffenlichen Eigentum im Wettbewerb mit gewerblichen Dienstleistern. Die Nachbarbauern würden sich schon über die grenzüberschreitende Pflege einigen. Alternativ wäre eine direkte Bauftragung des Pflegeverbandes, oder eines gewerblichen Dienstleisters doch auch eine Möglichkeit. Der Bauernverband, oder eine durch die Bauern zu gründende Institution/Einrichtung beauftragt im Interesse seiner Bauern. Dann wird nur für die erbrachte Leistung nach Abnahme durch die Bauern bezahlt. Da würde vielleicht der eine oder andere Bauer noch ein Geschäftsfeld entdecken, wenn er die nassen Wiesen nicht nutzen kann. Die würden ja dann aber weniger wenn alle Bauern richtig arbeiten. Der Einwohner Herr J. aus Kagel, hat ja den Graben hinter seinem Grundstück auch über Jahre selbst unterhalten, weil der Verband nicht kam. Jetzt kann er es aus Altergründen leider nicht mehr. ;)

      Und dann müßte ja auch die ausreichende Vorflut noch hergestellt werden. Bei dem heutigen Foto in der MOZ (Grabeneinlauf bei Hartmannsdorf) sehe ich es eher so, dass die Spree den Graben speist, als das das Wasser in die Spree abläuft.

      Wen das Thema interessiert und wer auch weitere Fragen und Gedanken zum Thema Wassermanagement lesen oder sogar äußern möchte, kann dies unter www.spreemuecke.de gern tun.

      Gruß Spreemuecke