Wieder Widersprüche bei Hochwasser, Verockerung und Ursachen?

      Wieder Widersprüche bei Hochwasser, Verockerung und Ursachen?

      Hallo Interessierte,
      Am 22.11.12 wurde Herr Augustin (Abteilungsleiter für Boden- und Wasserschutz im MUGV) in der leider aufgrund kurzfristiger und geringfügiger Ankündigung wenig besuchten „Informationsveranstaltung“ zum Wassermanagement an der Müggelspree befragt, ob er denn die Auflassung der Tagebaue und die daraus entstehenden Probleme nicht kennen müsste. Im Zusammenhang mit dem so hinterfragten Hoch- und Grundwasseranstieg wurde durch die beiden „Experten“ sofort korrigiert, man (der Bürger) solle nicht über Dinge sprechen, von denen man nichts verstünde und nicht alles vermischen. Es scheint, auch diese Herren und deren Berater und Vorgesetzte verstehen die Spree nicht. Schade eigentlich, denn dafür werden sie bezahlt. Was weiß das MUGV über die tagebaubedingten - sowohl Auflassung wie auch Neuanlage von solchen - und aus fadenscheinigen Naturschutzexperimenten resultierenden Auswirkungen wirklich? Und wie will man diesen offensichtlich bürger-, natur- und siedlungsgefährdenden Entwicklungen entgegenwirken? Wann will man die Öffentlichkeit über die Wahrheit informieren? Vielleicht weiß man wenig, denn wenn Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes, von einem "sprunghaften Anstieg des Grundwassers in den vergangenen Monaten, wodurch das Problem verschärft wurde.“(MOZ, 13.02.13) spricht, zeigt dies wohl unmissverständlich: „Man weiß nichts!“ oder viel schlimmer und wahrscheinlicher „Man will nicht sagen, was man weiß.“! Es ist wie 2010/2011, als die gleichen Akteure den Bürgern in Hangelsberg unter Zuhilfenahme unzähliger Präsentationen erklärten,man konnte ja nicht mit so viel Regen - der angeblich alleiniger Verursacher der Hochwasserereignisse war – rechnen, will Gutachten über Gutachten erstellen lassen und Ergebnisse abwarten bzw. ehestens gemäß der gesetzlichen Fristen handeln.Jedenfalls, wäre für die Kosten eines dieser Gutachten die Wiedererrichtung von Schöpfwerken, die Wiederinbetriebnahme der Filteranlagen im Tagebaugebiet und ein vernünftiges Maßnahmekonzept für die Spree allemal möglich. Wenn man nur wollte.
      Gruß Spreemuecke

      moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1103537

      Leider nur kurzfristíge Bekanntgabe möglich!

      Diese Aussage auf die Anfrage warum so kurzfristig ist schon ein Hohn! Nur weil Frau Tack krank war? Sind sie alle beim MUGV und LUGV nicht arbeitsfähig wenn Frau Tack krank oder nicht Anwesend ist? Man macht es deswegen so kurzfristig weil man damit verhindern will das viele Leute dort erscheinen. Und anschließend behauptet man die Bürger haben keinerlei Interesse an der Thematik.

      Selbst wenn man mit den Fakten aufwartet, die offiziell auf den Internetseiten des MUGV und LUGV zu finden sind, wird man als unwissender, stänkender und unruhestiftender Wutbürger bezeichnet. Alle Fakten sind diesen Leuten schon lange bekannt aber es wird immer wieder alles geleugnet und gesagt die Bürger haben ja gar keine Ahnung von der Materie. Mal nur ein Beispiel: Bis jetzt wurde immer Abgestritten das es ein Verwaltungsabkommen mit Berlin gibt mit einem entsprechendes Wassermanagement der Spree. Warum wurde dieses Abkommen immer geleugnet? Warum ist es nie veröffentlicht worden? Stehen etwa da solche Sachen drin, wo welche Flächen Überflutet werden sollen um Berlin vor Hochwasser zu schützen?

      So lange wie die Behörden nicht alle Fakten auf den Tisch legen, kann man ihnen nicht vertrauen und vor allem nichts glauben. Die Wahrheit ist nicht nur die die von den Behörden "offiziell" bekannt gemacht wird.

      Eine Gurke rostet nicht!

      Hier ist mal wieder ein Artikel in der MOZ der zeigt wie (scheinbar) ignorant auf die Verockerung und dem Sulfateintrag von Seiten der Behörden umgegangen wird.

      moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1112790

      Man versucht das alles als rein optischen Makel abzutun der keinerlei Einfluss auf die Fauna und Flora haben soll.

      Komisch ist aber das der Sulfateintrag in die Spree für die Trinkwassergewinnung als Gesundheitsgefährdend angesehen wird, aber die Pflanzen auf den Feldern ruhig damit gewässert werden können; schließlich nehmen die Pflanzen nur das auf was sie brauchen. HÄ?

      Warum warnen dann führende Wissenschaftler vor gefährlichen Anreicherungen von Schad- und Giftstoffen in Pflanzen, die der Ernährung des Menschen dienen, wenn diese angeblich doch nur das aufnehmen was sie brauchen? Hier wird wieder versucht die Menschen für dumm zu verkaufen und das Thema zur Bagatelle runterzuspielen.

      Spreewaldgurke Chefsache, schmeckt die dann noch?

      Hallo Anrainer,
      nur das etwas zur Chefsache erklärt wird heißt ja noch nicht, das sich auch jemand darum kümmert. Cargolifther, Frankfurter Hightec-Firmen für Bauelemente und einige andere Großprojekte waren auch "Chefsache" und sind kläglich gescheitert. Vielleicht, weil alle "Untertanen" nichts getan haben, weil es ja Chefsache ist. Und der Chef? Hatte der keine Zeit oder war abwesend, vielleicht bei Aufsichtsratssitzungen? Aufsichtsräte beaufsichtigen ja auch nicht. Die sind eben da. Schön wäre es nur, wenn wenigstens die Spreewaldgurke, mit oder ohne Rost den Chefsachen - Status überlebt.
      BER war bis vor kurzem auch Chefsache des einen und ist jetzt die des anderen Chefs. Nur das die Chefs sich nach dem Chefwechsel und dem "Einknicken" des einen Chefs nach "Bürgerwut", scheinbar nicht mehr so richtig verstehen. Ein Chef lädt den anderen zur Pressekonferenz nicht ein, dafür ist der andere mit dem "Frankfurt am Main" -er Berater des neuen Chef's nicht einverstanden und dieser zieht ver"cheft" von dannen.
      Hallo? Eine vielleicht richtige Aussage im Zusammenhang mit der Verockerung ist ein Radiointerview mit der Abt.-Ltrin Frau B., des RB Süd des LUGV, die wieder mal über "...grenzwertige.. " Personaldecke und Mittel berichtete. Ich bin skeptisch ob mehr Personal und mehr Geld das löst? Weil, allein ich seh den Willen nicht. Aber das kennt die BI MS ja schon seit dem Gespräch mit dem Präsidenten M. F. am 03.05.2011, der klagte da ja auch schon über zu wenig Personal und Geld. Was sind schon einige Hundertausend für die Müggelspree, 9 Mio. im Bergbausanierungsgebiet? Vielleicht geht es um hunderte Millionen beim BER, für die nachher keiner mehr verantwortlich ist? Die Bürger im Spreewald und der unteren Spree werdens auch noch lernen, keine Angst. Die in vielen Medienberichten und auch direkt getroffenen Aussagen zu "kurzfristigem Handelm" werden schon den gesetzlichen Fristen (WRRL, Wassergesetz Brandenburg und anderen, dem interessierten Bürger bisher unbekannten Regelungen) entsprechend langfristig werden. Eisen und Sulfat interessiert's nicht, Pflanzen und Tiere wissen's nicht, Menschen könnten was tun.
      Gruß Spreemuecke