Hochwasserausschuß ist Geschichte

      Hochwasserausschuß ist Geschichte

      Ein themenübergreifender Artikel.
      Der Herr Bürgermeister hat, in klassischer Weise, wahre und belegbare Aussagen mit unprüfbaren Aussagen verknüpft.

      Das die AG-Müggelspree wieder konspirativ tagt ist Fakt. Ob dort an der Lösung der Problem gearbeitet wird ,ist nicht belegt und in der Realität auch nicht ersichtlich.
      Das die Bürgerinitiative dann allerdings unzufrieden aus der AG ausgeschieden ist, wiederlegt den angeblichen lösungsorientierten Ansatz der AG-Müggelspree. Die Bürger werden doch nicht aus einer Arbeitsgruppe ausscheiden, wenn dort tatsächlich an der Wiederherstellung des Hochwasserschutzes gearbeitet worden wäre.

      Der angegebene Strategiewechsel des WLV "Untere Spree" ist eine interessante Aussage. Hier wird belegt, daß der WLV strategisch an der Beseitigung des Hochwasserschutzes gearbeitet hat. Oder habe ich das falsch verstanden?
      Die aktuelle Realität belegt nur, daß der WLV "Untere Spree" weiterhin kriminell handelt und Schutzgesetze mißachtet. Das vermittelt erst einmal keinen Strategiewechsel. Vielleicht wird der Wasserverband in Zukunft auf Unterlassungsklagen verzichten?
      Das begrüße ich natürlich. Allerdings würde es, sofern zutreffend, nichts am Hochwasserproblem ändern. Ich hätte mir deshalb zum Strategiewechsel konkretere Aussagen gewünscht. So kann ich wieder nur spekulieren.
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      Hochwasserausschuss ist Geschichte - ist das gut?

      Hallo VolkerSchmohl, Hallo Wasserinteressierte,

      Zitat: "Das die AG-Müggelspree wieder konspirativ tagt ist Fakt."

      Ich kann mich mit einigen Grundgedanken zum Thema „konspirativ“ nicht anfreunden. Synonyme für konspirativ sind lt. Duden "geheim, ungesetzlich, illegal, gesetzwidrig,..." Meinst Du das damit?

      Das Renaturierung in der Müggelspree, die WLV - Strategie und die lt. WRRL von den Ländern zu erbringenden Leistungen der Behörde das sind? Nein. Sie sind nicht geheim. Jeder, der
      will, kann die Ergebnisse sehen. Hochwasser, Verockerung, Sulfat - gut das kann man nicht sehen, aber messen - und konnte sie in den letzten Jahren durch nasse Keller, Grundstücke und Wiesen spüren.
      Ungesetzlich? Kaum, jedenfalls im Sinne des Landes BB, da ja die landesspezifischen Gesetze (BB - Wassergesetz) nach fachlicher Vorarbeit der Behörden von Parlamenten beschlossen, von diesen Landesbehörden umgesetzt und bei Problemen auch durch die Landesjustiz beurteilt und „interpretiert“ werden. Jedenfalls nicht ungesetzlich im "Landessinne". Illegal? Obwohl? Die eigentlich notwendigen, aber nun mal durch die untere Behörde unterlassenen Mitteilungen zu Plänen (Gewässererrichtung, Altarmanschlüsse) an die obere Behörde und ohne nachweisliche Genehmigungen umgesetzten Maßnahmen Schöpfwerkrückbau, Abrisse von Hochwasserschutzeinrichtungen, sprechen dafür.
      Ich frage mich, wer kontrolliert und beobachtet diese Entscheidungen? Die demokratisch gewählten, danach willkürlich in den Fraktionen wechselnden kommunalen Gemeindevertreter? Kaum. Die Justiz im Land? ???

      Zum Thema Hochwasserausschuss nur so viel. Hier haben einige Gemeindevertreter, sachkundiger Bürger und die BI Müggelspree schon weit vor Bildung der AG Müggelspree ohne aktives Zutun der Verwaltung freiwillig und arbeitsintensiv etwas für die Gemeinheit unternommen. Die Verwaltung hielt und hält sich bedeckt. In den Sitzungen des Ausschusses haben der Ordnungsamtsleiter und der Bürgermeister alle „unbequemen“ Themen an die AG Müggelspree delegiert, ohne selbst an den Sitzungen der AG teilzunehmen. „Die BI ist ja dabei“ sagte dazu der Herr Ordnungsamtsleiter. Schade nur, das mit der Begründung - Es gäbe ja diese AG - nun der Ausschuss abgewürgt wurde. Ich frage mich, wer nimmt denn jetzt die Interessen der Bürger der Ortsteile der Gemeinde Grünheide in der AG Müggelspree wahr? Die BI nicht mehr, denn die wurde ja, trotz fachlich korrekter Argumente und enormer Ausdauer, hinreichend desakzeptiert und sollte mit einem Maulkorb versehen werden. Sie hat deshalb ihren Rücktritt aus der AG bekannt gegeben. Eigentlich wäre es Aufgabe der Verwaltung die Interessen der Bürger in der AG Müggelspree zu vertreten. Warum tut sie es nicht?

      Es war doch zu erwarten.....

      ....das bei der nächsten besten Möglichkeit der Hochwasserausschuss durch die Gemeindevertreter abgeschafft wird!

      Bis auf wenige Ausnahmen hatte keiner der Gemeindevertreter ein wirkliches Interesse an dem Hochwasserausschuss, geschweige denn den Einwohnern in Hochwasserfragen und Hochwassersituationen beiseite zu stehen und sie bei ihren "Kampf" gegen die Vernässung zu unterstützen. Im Gegenteil. Einige Gemeindervertreter trafen sogar die Aussage: "Das war hier schon immer so!". Der Bürgermeister hat bei den Ausschusssitzungen nur durch eines sehr geglänzt => ABWESENHEIT! Allein daran hat man sein Interesse an diesem Ausschuss feststellen können. Warum hat der Herr Christiani als Bürgermeister denn auch nicht seinen Platz im WLV genutzt um diesen besser auf die Finger zu klopfen und auf Missstände hinzuweisen (von denen er auf jeden Fall wusste)? Liegt es vieleicht an seiner geheim gehaltenen Stasi-Tätigkeit? Denn mit so einem Geheimnis macht man sich eventuell auch erpressbar. Ein Schelm der Böses dabei denkt. ;)

      Das die "AG Müggelspree" weiter tagt mach den Verdacht nur größer, das sie sich jetzt ungestört (durch die BI MS) weitere Schritte zur Vernässung der Müggelspreeniederung ausdenken um diese dann den Einwohnern irgendwann mal als "großen Kampf" gegen Hochwasser verkaufen zu können. Solange sie jedenfalls nicht Transparent handeln und alles öffentlich machen bleibt der Eindruck bestehen das in der AG Müggelspree alles dafür getan wird um den Anrainern der Müggelspree das Leben so schwer wie möglich zu machen.

      Konspirativ?

      Hallo Du Stachel,

      da hat doch der Duden vollkommen recht. Geheim und gesetzwidrig. Dem kann ich doch nichts hinzufügen.
      An der Gesetzwidrigkeit besteht bei mir überhaupt kein Zweifel. Die AG hat am 27.02.2013 wieder getagt. Dort sollte über die Ergebnisse der neuen Profilaufmessungen berichtet werden.
      Zu hören ist davon nichts. Das Ergebnis ist somit geheim und wird es wohl auch bleiben.
      Mal angenommen die Ergebnisse würden im Sinne des Landes ausgefallen sein, da hätte unsere allzeit bereite MOZ doch mit Sicherheit bereits einen großen Artikel gebracht und vielleicht sogar der RBB oder der Spiegel, der Stern und die Bild.

      Nachmessen ist doch erlaubt, oder?

      Hallo, man könnte doch die Ergebnisse anfordern und dann selbst mal nachmessen. Die Spree ist ja nicht mehr so tief und selbst die WLV - Boote setzen schon auf. Die Messpunkte sind markiert, wäre also denkbar und ein lustiges Frühsommerevent, ergänzend zum Spreetreiben. Kinder kann man mitnehmen, um Aufklärung über vielleicht missverstandene Renaturierung zu leisten. Kanutouren ohne Einlage sind doch für Kids langweiliger.

      Gruß Spreemuecke